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Prof. Kaserer im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Am 17.02.2016 erschien in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ein Interview mit Prof. Dr. Christoph Kaserer,  Academic Director Customized and Open Programs  am Executive Education Center und Leiter des Lehrstuhls für Finanzmanagement und Kapitalmärkte an der Technischen Unversität München. Professor Kaserer sprach über das durch Hedgefonds verwaltetete Vermögen und darüber, ob und für welche Anleger sich diese Art von Investment eignet.

Das weltweit verwaltete Vermögen in Hedgefonds ist in erster Linie durch institutionelle Investoren, die Regulierungsarbitrage erzielen wollen, in den letzten Jahren auf einen Rekordwert von fast drei Billionen Dollar gestiegen. Professor Kaserer erklärt die teilweise schwache Performance mancher Fonds in letzter Zeit mit der insgesamt schwachen Entwicklung der internationalen Aktienmärkte, da viele Hedgefonds stark in Aktien investiert sind. Jedoch könne man nicht von einer durchschnittlichen Performance von Hedgefonds sprechen, da es sich bei dieser Investitionsmöglichkeit um eine sehr heterogene Gruppe handle und unter dem Begriff des Hedgefonds Fonds unterschiedlichste Anlageziele und -strategien zusammengefasst werden.

Auf die Frage, was für eine Investition in Hedgefonds spreche antwortete Prof. Kaserer, dass hierbei eine Unterscheidung zwischen Privatanlegern und institutionellen Investoren getroffen werden müsse. Für Privatanleger ergebe eine Investition dergestalt seiner Meinung nach wenig bis keinen Sinn, da es sich um eine höchst intransparente und illiquide Anlageklasse handele. Für die Bedürfnisse eines Privatanlegers seien Aktien-, Renten- und Immobilienfonds völlig ausreichend. Für institutionelle Investoren könnten Hedgefonds eine interessante, zusätzliche Anlagealternative sein, wobei eine Depotbeimischung sinnvoll sei, um das Gesamtanlagerisiko zu diversifizieren. Hedgefonds, die den in Deutschland gültigen Kriterien entsprechen, haben bei Weitem nicht den Invesitionsspielraum, den echte Hedgefonds haben und sind damit möglicherweise auch für Privatanleger geeignet. Jedoch, so Professor Kaserer, könne man sie kaum noch als Hedgefonds bezeichnen.

Prof. Dr. Kaserer erklärte auch, dass der schlechte Ruf, der Hedgefonds gerade in Deutschland anhafte, zu Unrecht bestehe. Das schlechte Image erkläre sich daraus, dass es immer noch große Vorbehalte bezüglich des Kapitalmarktes gäbe, obwohl sowohl Hedgefonds als auch Private Equity in einem ausgeglichenen Portfolio eines institutionellen Investors durchaus ihren Platz haben.

Abschließend zog der Academic Director ein Resümee und relativierte Hedgefonds als sinnvolle Konstrukte, welche die Möglichkeit bieten, von – faktisch zumindest kurzfristig auftretenden –  Marktfehlern zu profitieren.

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