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Von Fußball und Werten – Führungskräftebefragung 2017

Im Fußball geht es um viel: das Gewinnen und Verlieren, sehr viel Emotion und natürlich auch um sehr viel Geld. Auf dem Platz gilt, was Uwe Seeler einmal sagte: „Das Geheimnis des Fußballs ist ja der Ball“. Im Management verhält sich die Sache komplizierter. Profifußball ist ein Business und das kommt bekanntlich nicht ohne Menschen aus. Dies zeigt sich einmal mehr in der aktuellen Diskussion um die Entlassung von BVB Trainer Thomas Tuchel. Aus sportlicher Sicht war seine Leistung tadellos: kein einziges Bundesliga-Heimspiel wurde unter Tuchel verloren, der BVB ist international vorne mit dabei und am Ende der Saison gab es sogar den Pokalsieg. Dennoch beschloss die Vereinsführung, sich von ihrem Trainer zu trennen. Vorausgegangen war diesem Akt ein monatelanges hin und her, ein Kriseln, ausgetragen zwischen Trainerstab und Management und breitgetreten in den Medien. Der Verein, namentlich der Vorsitzende der Geschäftsführung Hans-Joachim Watzke, schreibt in einem offenen Brief an die Fans von Führungsverantwortung und dass es dabei nicht ausschließlich um Ergebnisse gehe. „Es geht immer auch“, so Watzke  „um grundlegende Werte wie Vertrauen, Respekt, Team- und Kommunikationsfähigkeit, um Authentizität und Identifikation. Es geht um Verlässlichkeit und Loyalität“.

Was genau vorgefallen ist, wird nicht weiter kommentiert und für Außenstehende gilt hier wohl die bayerische Weisheit, dass eben „oa Scheidl aloa ned brennd“ (ein Scheit Holz brennt nicht von alleine). Klar hingegen ist, was die Führungsforschung und mit ihr die Führungskräfteentwicklung aus diesem Case lernen kann: Es kommt nicht alleine darauf an, dass man Ergebnisse erzielt, sondern auch, wie man sie erreicht. Und weiter: man kann viel und gerne über Werte im Unternehmen sprechen, was wenig hilft, wenn es sich dabei nicht um „gemeinsame“ Werte handelt.

Zahlreiche Studien belegen, dass ein gemeinsames Werteverständnis zentral ist, wenn es darum geht, in Unternehmen effizient zusammen zu arbeiten und an einem Strang zu ziehen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn es darum geht, unethisches bzw. kontraproduktives Verhalten im Unternehmen zu vermeiden. Die wissenschaftliche Faktenlage ist hier klar: Wenn Werte klar und unmissverständlich kommuniziert werden, wertekonformes Verhalten ermöglicht und sogar belohnt wird und das Management mit gutem Beispiel vorangeht, wird die Wahrscheinlichkeit für unethisches Verhalten in der Belegschaft deutlich reduziert.

An der Professur für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement beschäftigen sich Dr. Armin Pircher Verdorfer und Maxim Egorov mit der Frage, welche Rolle Werte und insbesondere die Kongruenz von Werten für den Erfolg von Führung und damit für Unternehmen spielen. Dies spiegelt sich auch in der aktuellen Führungskräftebefragung der Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e. V., wieder, welche 2017 zum zweiten Mal von Dr. Armin Pircher Verdorfer und Maxim Egorov wissenschaftlich begleitet und unter Beteiligung des TUM School of Management Executive Education Centers durchgeführt wird. Bitte unterstützen Sie uns in unserem Bemühen, die Wertediskussion in der deutschen Wirtschaft zu befeuern, in dem Sie als Führungskraft an der Befragung bis zum 9. Juni teilnehmen und Sie in Ihrem Netzwerk bewerben.

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Ihr individueller Beitrag nimmt ca. 10-15 Minuten in Anspruch und ist selbstverständlich anonym. Rückschlüsse auf Ihre Person sind zu keinem Zeitpunkt möglich. Leiten Sie diese E-Mail auch gerne an Führungskräfte in Ihrem Netzwerk weiter! Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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